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Ratschläge für Anfänger

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Dr. Manicones gesammelten guten Ratschläge für Anfänger

Wenn man einen Blick in die Kleinanzeigen seines örtlichen Käseblattes wirft, dann wird man bei Haustieren auch immer Leute finden, die ihr Aquarium verkaufen wollen. Häufig sind dies Anfänger, die das Handtuch werfen. Meistens machen sie immer die gleichen Fehler. Ich möchte mit dieser Seite versuchen, Anfänger in die Lage zu versetzen, die ersten Untiefen erfolgreich zu meistern.

Gut überlegen

Man sollte sich über zwei Punkte im Klaren sein: a) Die Pflege eines Aquariums macht Arbeit (ca. 1 h pro Becken pro Woche) und b) das Fische bezogen auf ihre Größe sehr alt werden können (z.B. kann ein 6 cm Panzerwels 10 Jahre alt werden).

Kaufe ein Buch

Ich habe mal einen Leserbrief in einer Aquarienzeitschrift gelesen:"... Mein neu gekaufter Fisch frißt alle anderen auf! Was soll ich jetzt tun? ..." Oder jemand kauft sich in einer Zoohandlung einen süßen, kleinen Fisch, der dann im Laufe der Zeit 25% der Beckenlänge erreicht. Man tut gut daran, es es gar nicht so weit kommen zu lassen. Bevor man Fische & Pflanzen kauft, sollte man sich in einen Buch schlau machen, was für Ansprüche sie haben. Eine gute Empfehlung ist der Mergus Aquarienatlas, Band 1. Dieser behandelt alles von der Beckeneinrichtung bis zu Fischen und Pflanzen.

Geduld bei Neueinrichtung    

Ein Aquarium braucht Zeit, um richtig einzufahren. Erst dann kommen die Fische rein. D.h. der Bodengrund und etwas Wasser kommt ins Becken, die Pflanzen werden eingepflanzt und dann wird das Becken gefüllt. Nach 2 Wochen kann man dann die ersten Fische einsetzten. In diesen zwei Wochen kann ein paar mal etwas Futter ins Becken werfen, damit sich die richtigen Bakterien vermehren.

Wenig füttern

Ein gängiger Anfängerfehler ist das sie viel zu viel Futter verfüttern. Nach Futterzugabe sollte innerhalb von 2-3 min kein Futter mehr übrig sein. Dies ist eine gefährliche Fehlerquelle. Wenn etwas zu viel gefüttert wird, dann treten Symptome wie "Explosion des Schneckenbestandes" oder "Blaualgen" auf. Wird viel zu viel gefüttert, dann beginnt das Futter zu faulen, die Fische hängen an der Oberfläche und das Aquarium beginnt zu stinken.

Wenige, harmonisierende Fische

Auch Fische haben ein typisches Verhalten. So wird ein allein gehaltener Schwarmfisch sich zwischen den Pflanzen verstecken. Schwarmfische sollten immer ab 5 Stück gehalten werden. Auch bewohnen Fische bestimmte Zonen im Becken. Wenn man nur Fische hält, die am Bodengrund leben, dann sind bestimmte Bereiche leer und andere überbevölkert. Es gibt typische Raufbolde, z.B. ausgewachsene Saugschmerlen, die alle anderen Bewohner tyrannisieren.

Minimum 100L

Es gibt im Handel fertige Aquariensets zu kaufen. Man sollte um diese einen großen Bogen machen. Diese haben einen generellen Fehler: Die Becken sind zu klein. Man sollte sich als Anfänger kein Becken unter 100 L Größe zulegen. Es gibt in einem Aquarium physikalische und chemische Größen: Temperatur, pH-Wert, Sauerstoffgehalt, Nitritspiegel.... Diese Werte schwanken, und zwar je weniger je größer ein Becken ist.

Vorher Planen

Der Unterschied zwischen einem Aquarium und einem schönen Aquarium ist die Planung. D.h. am Anfang sollte man im leeren Becken eine Gestaltung vornehmen. D.h das Becken wird mit Wurzeln und Steinen in Bereiche gegliedert. Die Pflanzen werden ihrer (ausgewachsenen!) Größe nach sortiert: Kleine Pflanzen nach vorne und große nach hinten. Man erreicht so eine Tiefenwirkung. Eine schöne Rückwand bildet den Abschluß.

Leute mit Erfahrung suchen

Leider werden die erste Probleme mit Sicherheit kommen. Dann ist es hilfreich, jemanden zu kennen der Erfahrung hat. Und nicht ein Verkäufer, der irgendetwas verkaufen will (manche sind leider so). Der lokale Aquarienverein ist eine solche Anlaufstelle.  

 

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